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Deutsche Reisebranche erwartet Anstieg der Reiseausgaben um sechs Prozent
Die deutsche Reisewirtschaft rechnet im laufenden Touristikjahr mit weiter steigenden Ausgaben für Urlaubs- und Freizeitreisen: Der Umsatz der Branche von November 2024 bis Ende Oktober 2025 dürfte um sechs Prozent auf 85 Milliarden Euro zulegen, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) am Dienstag mit. Die Anzahl der Reisenden schätzt der Verband auf 139 Millionen - das wären so viele wie im vergangenen Jahr.
"Die Lust auf Reisen lassen sich die Deutschen trotz aller Krisen und ökonomischen Herausforderungen nicht nehmen", erklärte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Zu den erwarteten Ausgaben zählt der Verband Reisen ab mindestens einer Übernachtung, und zwar Pauschal- und Individualreisen.
Für die Wintersaison bis Ende April rechnet der DRV mit einer Steigerung der Ausgaben um sechs Prozent auf 27 Milliarden Euro. "Es zeichnet sich ab, dass im Winter insbesondere Flugreisen in Richtung Kanarische Inseln, Türkei und Ägypten stärker gebucht werden", erklärte Fiebig. Die Zahl der Reisenden werde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um ein Prozent auf 45 Millionen sinken.
Im Sommer erwartet der Verband fünf Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum, das wären 58 Milliarden Euro. Die Vorausbuchungen sowohl bei Veranstalterreisen als auch bei Individualreisen für die Sommersaison seien "sehr gut", erklärte der Verband. "Schon jetzt haben mehr Menschen eine Pauschal- oder Bausteinreise eines Reiseveranstalters gebucht als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Damit setzt sich der ausgeprägte Trend zum Frühbuchen vor allem für den Sommerurlaub fort", erklärte Fiebig. Der DRV erwartet 94 Millionen Reisende, genauso viele wie im Sommer 2024.
Die Prognosen des DRV beruhen nach eigenen Angaben auf einem mathematischen Verfahren, das historische und aktuelle Buchungsdaten zum Veranstalter- und Individualreisemarkt heranzieht sowie wirtschaftliche Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Prognoseergebnisse werden demnach auf Basis der Einschätzung ausgewiesener Branchenexperten nachjustiert.
P.Kolisnyk--CPN